Konflikte

"Wenn das Ergebnis nicht schlüssig ist, wird der Konflikt

nach einem unruhigen Intervall erneuert",

Winston Churchill, britischer Staatsmann 1947 - 1965  

Die wechselseitigen Übertragungsprozesse von Sender und Empfänger zeigen meist facettenreiche Variablen durch Faktoren unserer Umwelt und unseres Umfeldes, besonders in zwischenmenschlichen Interaktionen kann es komplexe Störfelder (Konflikte) geben.

 

 

 

Was sind kognitive Kommunikationsstörungen?

 

  • Fallen anderen ins Wort, Erzählungen werden weitschweifig - nicht auf den Punkt kommen.
  • Finden nicht die angemessene Ausdrucksweise - nicht die  Tonalität treffen.
  • Gesprächsbeiträge sind unstrukturiert - roter Faden fehlt.

Welche Symptome können zu Konflikten führen?


       
  Fähigkeit Symptombeschreibung  
   Gesprächsbeiträge
  • passen nicht zum Thema
  • haben keinen "roten Faden"
  • sind vage
  • enden abrupt
  •  weitschweifig - kommen nicht auf den Punkt
 
  Gespräche verstehen
  • Schwierig bei mehreren Gesprächspartner oder Hintergrundgeräusche
  • Schwierig wichtige Inhalte aus einem Gespräch zu ziehen
  • Schwierig indirekte Inhalte: Ironie, Metaphern, Sarkasmus, zwischen den Zeilen lesen
 
  Kommunikatives Handeln
  • Höflichkeitsregeln werden nicht eingehalten
  • Schwierig, Andeutungen zu verstehen
  • Perspektive des Gesprächspartners einnehmen durch Selbstfokussierung 
  • Schlussfolgerungen werden als falsch aus dem Gesprächsinhalt gezogen
  • Schwierig, bei Interpretationen von Gestik und Mimik des Gesprächspartners
  • Unangemessene Gesprächsbeiträge von privaten Details bei Arbeitskollegen
 
  Texte verstehen
  • Bearbeitung verlangsamt und verkürzte Lesedauer 
  • Schwierig, die Hauptaussage und das Thema eines Textes zu erkennen
  • Schwierig Ereignisse und Handlungen logisch anzuordnen
  • Schwierig, thematische Assoziationen und Informationslücken beim Formulieren
  • Schwierig, Bauanleitungen, unterhaltsame Geschichten, Zeitungsannoncen
 
       

Welche kognitiven Symptome diagnostiziert die Neuropsychologie?


       
  Kognitive Fähigkeit Symptombeschreibung  
   Aufmerksamkeit
  • Selektive Aufmerksamkeit: auf eine Sache richten
  • geteilte Aufmerksamkeit: mehrere Sachen gleichzeitig beachten
  • Daueraufmerksamkeit: Schulunterricht
 
  Exekutivfunktionen
  • Handlungsplanung: Planung bei Rezepten und die Reihenfolge einhalten
  • Inhibition: Hintergrundgeräusche ausblenden
  • Umstellungsfähigkeit: Themenwechsel folgen
 
  Gedächtnis
  • Kurzzeitgedächtnis: kurzzeitiges Merken einer Telefonnummer
  • Episodisches Langzeitgedächtnis: persönliche Erlebnisse erinnern
  • Semantisches Langzeitgedächtnis: Wissen von Fakten
  • Non-deklaratives Langzeitgedächtnis: Fahrradfahren
 
       

Wie äußern sich die Kommunikationskanäle ?


In der Chefetage des Denkzentrum

plant die Großhirnrinde (Neocortex) mit Emotionen und Gefühlen, über eine rationale Entscheidung oder eine zielgerichtete Handlung.

In der Oberetage der Denkzentrale

Limbisches System (Steuerzentale) sendet Emotionen und Gefühle, sowie zersplitterte Sinneseindrücke über das Speicherzentrum (Mandelkern/Amygdala) ; an die Chefetage des Denkzentrums (Neocortex).

Kognitive Kommunikationsstörungen lassen sich beim Sprechen und Verstehen, Lesen und Schreiben erkennen; weisen auf Funktionsstörungen im Stirnlappen und Schläfenlappen des Gehirns hin:

  • Stirnlappen: Motorik, Laufen, Arm heben, Sprechen
  • Scheitellappen: Aufmerksamkeit (sensorische Felder) Sehen, Hören, Fühlen, Riechen, Schmecken
  • Hinterhauptlappen: Sehen
  • Schläfenlappen: Hören, die ankommende Sprache verstehen

Eine Aphasie bedingt durch eine Gehirnblutung nach einer Venenthrombose, Schädel-Hirn-Trauma (SHT), Schlaganfall, Tumoren, entzündlichen (Multiple Sklerose), degenerative und immunvermittelte (Morbus Parkinson, diverse Demenztypen) sowie psychiatrische (Schizophrenie) Erkrankungen dekodiert alle bereits erworbenen verbalen Botschaften und nonverbalen Fähigkeiten auf den Kommunikationskanälen teilweise oder vollständig.